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Karl der Große: Gewalt und Glaube

Er ist der bekannteste Herrscher des Mittelalters: Karl der Große († 814). Unter seiner Führung schwingen sich die Franken zur vorherrschenden Macht in Westeuropa auf. Seine Krönung zum römischen Kaiser im Jahr 800 gilt als Zäsur. Als „Vater Europas“ beerbt er die Antike und nimmt eine Schlüsselstellung in der deutschen wie französischen Geschichte ein.



Er gilt als Förderer von Bildung und Literatur, der an seinem Hof die klügsten Köpfe seiner Zeit versammelt, aber auch als gnadenloser Kriegsherr und Schlächter, der in jahrelangen Kriegen die umliegenden Völker unterwirft und unter das Kreuz zwingt. Bereits im Mittelalter avanciert Karl zum idealtypischen Herrscher, Vorbild und Vergleichsfolie für alle seine Nachfolger, der eine Strahlkraft entwickelt, die bis heute nicht verblasst ist.



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Allen, die den großen und umtriebigen Frankenherrscher kennenlernen möchten, sei die Biographie ›Karl der Große: Gewalt und Glaube‹ des renommierten Mediävisten Johannes Fried ans Herz gelegt, die 2013 kurz vor dem „Karlsjahr“ erschienen ist. Fried spürt in ihr dem mittelalterlichen König und Kaiser nach und ordnet die Entscheidungen und das Handeln Karls im Vorstellungs- und Wertehorizont seiner Zeit ein. Auf diese Weise erhält man einen fundierten Einblick in die wechselhafte Zeit um 800, der weit über die Figur Karls hinausreicht.