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›Inkulinati‹. Duell der Tintenmeister: Im Interview mit YAZA GAMES

Wenn man sich mit der Rezeption des Mittelalters beschäftigt, kommt man bekannterweise um digitale Spiele nicht mehr umher. Umso mehr freuen wir uns, dass sich Wotjek und Dorota von YAZA Game die Zeit genommen haben, mit uns über ihr Spiel ›Inkulinati‹ zu reden. Das Spiel wurde im Juni 2020 erfolgreich über Kickstarter finanziert und soll noch dieses Jahr erscheinen. ›Inkulinati‹ besticht dabei durch seine besondere Aufmachung: Die Entwickler haben mittelalterliche Manuskripte als Vorlage genommen und ein Spiel über den Kampf zwischen bizarren Miniaturen aus eben jenen Handschriften entwickelt. Selbst Mediävisten, die mit dem Medium der digitalen Spiele bisher keine Berührung hatten, sollten bei dieser quellennahen und augenzwinkernden Adaption einen Blick riskieren!



Note: The interview with Simon was conducted in English. We have published it for our non-German guests further below.



Mittelalter Digital: Lieber Wojtek, liebe Dorota, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, euch mit uns über euer aktuell in der Entwicklung befindliches Spiel ›Inkulinati‹ zu unterhalten. Könntet ihr euch und euer Unternehmen zu Beginn kurz vorstellen?



Yaza Games: Unser Studio besteht aus fünf Mitgliedern – ich bin Wojtek, der Designer des Spiels und Projektleiter. Wir haben Dorota, unsere talentierte Art Director. Dann ist da noch Marcin, der Programmierer des Spiels und Co-Designer. Ryszard, unser Producer, und das Beste kommt zum Schluss: Mariusz, der ebenfalls für die Programmierung zuständig ist.



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Das Team hinter ›Inkulinati‹.



Natürlich gibt es noch weitere Leute, mit denen wir eng zusammenarbeiten, wie zum Beispiel Łukasz, unseren Mediävisten, der dafür sorgt, dass unser Spiel historisch triftig bleibt und Aleksander, unseren talentierteren Komponisten. Wir arbeiten auch mit Michal (PR-Agentur 32-33) zusammen, der unser Marketing und die Community koordiniert, und mit den großartigen Leute von Pineapple Works, die uns mit zusätzlicher Programmierern unterstützen. Also ja, es gibt außer uns noch eine ganze Menge Leute außerhalb von Yaza Games, die uns auch helfen. Wir bilden zusammen einen ziemlich glücklichen Haufen und wir hätten uns keine bessere Crew wünschen können!



Mittelalter Digital: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Videospiel um mittelalterliche Miniaturen von bizarren Tieren zu entwickeln? Gibt es bei euch so etwas wie ein besonderes Interesse für das Mittelalter?



Yaza Games: Das alles geschah in den letzten Monaten unseres Game Design School-Kurses. Für unser letztes Projekt mussten wir den Prototyp eines Spiels entwerfen, und um ehrlich zu sein, hatten wir keine Ahnung, welche Art von Spiel wir machen sollten! Eines Tages zeigte uns unsere Künstlerlin Dorota diese verrückten mittelalterlichen Zeichnungen an den Rändern von Manuskripten. Dabei handelte es sich um mittelalterliche Marginalien. Eine Miniaturwelt, die nicht nach den Gesetzen der Menschen funktioniert.



Wir sahen Schnecken, die Ritter fressen, Hasen, die Hunde mit Schwertern angreifen – es war wirklich verrückt! So etwas hatten wir noch nie gesehen, und je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigten, desto begeisterter wurden wir. Um genau zu sein, war das der Moment, in dem wir uns in mittelalterliche Illuminationen und Marginalien verliebten. Das war der Moment, in dem wir wussten, wie das Spiel aussehen (und sich anfühlen) wird.



Mittelalter Digital: Um was geht es bei ›Inkulinati‹? Könnt ihr unseren Leser*innen einen kurzen Überblick geben?



Yaza Games: ›Inkulinati‹ ist ein rundenbasierte Strategiespiel mit mittelalterlichen Tieren, inspiriert von 700 Jahre alten, echten mittelalterlichen Marginalien. In ›Inkulinati‹ übernimmt man die Rolle eines Meisters der Lebenden Tinte, auch bekannt als die titelgebenden Inkulinati. Sie sind eine legendäre Gruppe, die sich auf den Seiten von mittelalterlichen Manuskripten duellieren. Während der Auseinandersetzung zeichnen sie Bestien mit Lebender Tinte. Dank dieser magischen Substanz werden die Kreaturen zum Leben erweckt und ein epischer Kampf entbrennt.



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Abbildung real existierender Marginalien – die Hauptinspiration der Macher von ›Inkulinati‹.



Yaza Games: Die Spieler werden zu Meistern der Lebenden Tinte und führen ihre illustrierte Tierarmee auf den Seiten der mittelalterlichen Manuskripte in die Schlacht. Sie erstellen ihr eigenes Bestiarium, duellieren sich mit mittelalterlichen Berühmtheiten und beweisen sich in wilden Quests, Begegnungen und Herausforderungen. Durch obszöne Aktionen schreiben sie Geschichten und werden zu einem legendären Meister-Inkulinati!



Wenn ihr mehr über ›Inkulinati‹ wissen wollt, empfehlen wir euch die folgende 7-minütige Dokumentation, die wir zu diesem Zweck gedreht haben:





Mittelalter Digital: Das klingt absolut großartig! An welchem Aspekt des Spiels arbeitet ihr gerade? Vielleicht könnt ihr uns einen kleinen Einblick in euren aktuellen Arbeitsalltag geben.



Yaza Games: Als wir an unserer Kickstarter-Kampagne arbeiteten, waren wir extrem mit dem Marketing beschäftigt. Jetzt, da wir unser Ziel erreicht haben und es vorbei ist, arbeiten wir wieder an dem Spiel selbst. Unsere Programmierer arbeiten an neuen Einheiten, Level-Elementen usw. Ein Beispiel: Nachdem wir das Stretch Goal für „Schiffe und hohe See“ erreicht hatten, konnte Mariusz nicht anders, und machte zwei Levels mit Schiffen. Er verwendete originale Marginalien, warf sie in das Spiel, und jetzt haben wir zwei Prototypen von schiffsähnlichen Schlachtfeldern. Wir polieren auch die KI auf, entwerfen einige neue Gameplay-Mechaniken und sind durchgehend am testen, wiederholen und machen unser Spiel jeden Tag besser und besser…



Mittelalter Digital: Wie man unschwer erkennen kann, sind eure Miniaturen von mittelalterlichen Handschriften inspiriert, manche sind sogar eins zu eins übernommen. Es gibt immer mehr Blogs, die sich mit der bizarren Welt der Handschriftenränder beschäftigen, zum Beispiel der französische Künstler Simon de Thuilliers (den wir hier interviewt haben). Es scheint fast so etwas wie einen neuen Trend zu geben. War einer dieser Blogs eine Inspiration für euer Projekt? Oder haben habt ihr andere Inspirationsquellen?



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Verschiedene Kreaturen mit verschiedenen Fähigkeiten.



Yaza Games: Wir haben tatsächlich versucht, das ursprüngliche Quellenmaterial zu nutzen – das alte digitalisierte Manuskript. Dorota ist für die Recherche zuständig. Diese läuft die in der Regel über Google, Discarding Images (Marginalien-bezogenes Profil auf Facebook, Twitter und Instagram) und Pinterest. Wenn sie etwas Interessantes findet, sucht sie nach einer digitalisierten Quelle und sieht sich das Originalmanuskript Seite für Seite an. Als Nächstes besprechen wir unsere Ideen, basierend auf Dorotas Recherche mit Łukasz Kozak – unserem Mediävisten – um, die Bedeutung und den historischen Kontext unserer Inspirationen kennenzulernen.



Manchmal entstehen Ideen auch zufällig – jemand aus dem Team sieht vielleicht Memes im Internet, die sich auf Marginalien beziehen, und zeigt sie dem Rest von uns auf Discord. Es ist ziemlich einfach, etwas mit Marginalien zu finden, wenn man Leuten folgt, die sich für das Mittelalter interessieren.



Eine weitere Informationsquelle ist unser Mittelalter-Berater Lukasz, der auch der Mann hinter dem großen Social-Media-Profil Discarding Images ist. Er gibt uns immer tolle Ratschläge zu den Ideen , die wir für bestimmte Einheiten haben – passen sie zum Stil und Charakter wie sie in mittelalterlichen Schriften dargestellt wurden, würde unsere Umsetzung zur „Lore“ der damaligen Zeit passen?



Wir bitten ihn auch um allgemeinere Hilfe, z. B. als wir eine mächtige Einheit einführen wollten, fragten wir ihn: „Was ist die stärkste und schrecklichste Kreatur in den Marginalien?“ Lukasz antwortete uns dann mit Referenzen von potentiellen Kandidaten und gab uns auch den geschichtlichen Hintergrund. Sein Wissen ist atemberaubend und eine unschätzbare Quelle. Er stellt sicher, dass wir uns so nah wie möglich an das Quellenmaterial halten und die Arbeit all dieser Buchmaler von vor Hunderten von Jahren nicht beleidigen.



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Im Spiel zeichnet der Avatar die Kreaturen selbst ins Buch.



Mittelalter Digital: Im Gegensatz zur bloßen Nachbildung von mittelalterlichen Illustrationen erstellt ihr ein ganzes Spiel, das natürlich auf einem bestimmten Regelwerk basiert. Inwieweit sind die Regeln eures Spiels mit dem Setting verbunden? Habt ihr versucht, einige Aspekte des gesamten Mittelalter-Manuskript-Themas oder reale Charaktere aus dieser Zeit in eurem Regelwerk darzustellen? Oder ist die Kunst des Spiels nicht relevant für das Regelsystem selbst und soll es nur verschönern? Zum Beispiel gibt es einen Charakter namens Hildegard: Ist dieser inspiriert von der berühmten Hildegard von Bingen, und wenn ja, verwendet ihr mehr von ihr als nur ihren Namen, um ihren Spielcharakter zu entwickeln?



Yaza Games: Wir versuchen, in unserem Spiel den wahren mittelalterlichen Humor und den Glauben an diese Welt und Zeit abzubilden; bei ›Inkulinati‹ geht es nicht nur um den visuellen Stil. Viele dieser Zeichnungen präsentieren Glaubensvorstellungen und Legenden, die in der Vorstellung der mittelalterlichen Gesellschaft leben und die Realität auf eine perverse und witzige Weise beschreiben.



Zum Beispiel wurden Kaninchen damals als reine, hilflose und passive Kreaturen betrachtet. Auch Jesus war in mittelalterlichen Texten von ihnen umgeben. Kaninchen wurden auch als Opfer dargestellt (im Mittelalter basierte ein erheblicher Teil der französischen Wirtschaft auf dem Essen und Häuten von Kaninchen). Aber wenn es um Marginalien ging, verwandelten sich Kaninchen in reine Terrormaschinen, die Ritter und alles andere töteten, was ihnen über den Weg lief. Amüsierte mittelalterliche Künstler zeigen uns eine Welt, in der Kaninchen ihre Rache bekommen. Eine verkehrte Welt, in der der Jäger zum Gejagten wird.



Und Hildegard – sie ist inspiriert von der berühmten Hildegard von Bingen. Da sie Nonne, religiöse Reformerin und Heilerin war (und natürlich noch viel mehr), beschlossen wir, dass sie die Fähigkeit haben sollten, ihre Einheiten zu heilen. Und natürlich muss sie einen Katzenbischof in ihrer Armee haben. Wir versuchen, die historische Akkuratesse auf die Fähigkeiten der Charaktere im Spiel zu übertragen.



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Hildegard triumphiert – Monty Python-Anspielung inklusive!



Mittelalter Digital: Apropos, als Theologe konnte ich nicht anders, als diesen Katzenbischof zu bemerken. In den meisten Videospielen hat die Religion keinen wirklichen Einfluss auf das, was im Spiel passiert. Ist es bei ›Inkulinati‹ ähnlich? In welcher Weise spielt die Glaubenswelt des Mittelalters eine Rolle?



Yaza Games: Für uns geht es nicht um den Glauben, sondern um den historischen Kontext der Marginalien, und viele von ihnen wurden auf der Grundlage religiöser (christlicher) Überzeugungen geschaffen – diese Überzeugungen unterschieden sich dabei zeitweise extrem von den heutigen Vorstellungen. Da es eine Menge religiöser Kritzeleien – wie Bischöfe, Gebete, oder auch Ausschnitte aus der Apokalypse gibt – musste die Glaubenswelt des Mittelalters ein Teil von ›Inkulinati‹ sein, da die historische Genauigkeit eine unserer Säulen ist. Da das Christentum ein Teil der Marginalienwelt war, wollten wir also auch „Glaubenselemente“ im Spiel haben. Generell versuchen wir, so viele Witze wie möglich, die wir in den Marginalien über das Mittelalter finden, zu verwenden und einzubauen.



Apropos Bischöfe – Bischöfe verursachen zu Beginn nur wenig Schaden, aber wenn jemand einen Bischof angreift, wird der Angreifer zu einem Ketzer. Und Bischöfe richten großen Schaden an, wenn sie einen Ketzer angreifen. Also sollte der Spieler darauf achten, wenn er sich entscheidet, die Bischöfe anzugreifen. Dies ist nur ein Beispiel für die strategische Tiefe, die wir versuchen, im Spiel zu implementieren, um die Kämpfe komplexer machen.



Mittelalter Digital: Denkt ihr, dass euer Spiel in einigen Aspekten auch für Mediävisten interessant sein könnte? Habt ihr vielleicht sogar Anfragen von Wissenschaftlern oder Universitäten erhalten? Seht ihr irgendwelche Vorteile in der Verwendung eures Spiels für das Lernen über das Mittelalter?



Yaza Games: Wir erhielten viele Nachrichten, E-Mails und Kommentare von Forschern, Mittelalterbegeisterten und sogar von Museen und Universitäten. Marginalien-Liebhaber scheinen begeistert zu sein, boten Hilfe an und wiesen uns auch immer mal wieder auf Fehler hin, aber in guter Absicht! Es ist aufregend zu wissen, dass diese Leute auf unser Spiel warten, vor allem, weil viele von ihnen keine „Gamer“ sind und ›Inkulinati‹ das Spiel sein könnte, das ihre Meinung darüber, was Videospiele sein können, ändern wird. Der größte Vorteil, das Spiel für das Lernen über das Mittelalter zu nutzen, ist, dass viele Leute ihre Meinung über die Videospielindustrie ändern.



Mittelalter Digital: Euer Kickstarter war offensichtlich sehr erfolgreich. Haben ihr das erwartet? Geben eure Unterstützer euch Feedback, was sie besonders mögen?



Yaza Games: Wir haben es natürlich gehofft! Wir wussten nicht, was uns erwartet, denn es gibt nicht viele Spiele wie unseres, mit denen wir uns vergleichen könnten. Wir bekamen eine Menge Feedback und positive Energie. Wenn Leute etwas kritisierten, dann, dass sie so lange auf das Spiel werden warten müssen.



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Um möglichst viel Schaden bei einem Angriff zu verursachen, muss man im richtigen Moment die Marker anhalten.



Mittelalter Digital: Denkt ihr darüber nach, weitere Spiele wie ›Inkulinati‹ zu machen, die mittelalterliches Material verwenden und es für moderne Rezipienten zugänglich machen?



Yaza Games: Schwer zu sagen im Moment – wir wollen zuerst ›Inkulinati‹ fertigstellen, da wir seit drei Jahren daran arbeiten. Aber es ist sicher eine enorme Befriedigung, an einem Spiel zu arbeiten, das eine zweite, man könnte sagen, pädagogische Ebene hat. Und die Zusammenarbeit mit einem Experten wie Lukasz bedeutet, dass wir während des Prozesses viel lernen, nicht nur über die Entwicklung von Videospielen, sondern auch über Dinge, die wir nie lernen würden, wenn wir ›Inkulinati‹ nicht machen würden – vielleicht ist das also eine gute Richtung für andere Spiele. Ich schätze, wir werden abwarten und sehen.



Mittelalter Digital: Liebe Dorota, lieber Wojtek, ganz lieben Dank für eure Auskünfte!



Das Interview führte Lukas Boch.



›Inkulinati‹ Duel of the Ink Masters: Interview with YAZA GAMES

When dealing with the reception of the Middle Ages, there is no getting around digital games, as we all already know. We are therefore all the more pleased that Wotjek and Dorota from YAZA Game took the time to talk to us about their game ›Inkulinati‹. The game was successfully funded via Kickstarter in June 2020 and is scheduled for release later this year. ›Inculinati‹ stands out because of its special presentation: the developers have taken medieval manuscripts as a template and developed a game about the battle between bizarre miniatures from these very manuscripts. Even medievalists who have had no previous contact with the medium of digital games should risk a look at this close-to-the-source and tongue-in-cheek adaptation!



Mittelalter Digital: Dear Wotjeck and Dorota, thank you for taking the time to talk to us about your game ›Inkulinati‹, which is currently in development. Could you briefly introduce yourselves and your company at the beginning?



Yaza Games: There are five core members at our studio – me Wojtek, and I am the game’s Designer and Project Manager. We have Dorota, our talented Art Director. There is Marcin, who is the game’s Programmer and fellow co-designer. We have Ryszard, our Producer, and we leave the best for last with Mariusz, who is also our Programmer.



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The team behind ›Inkulinati‹.



We also have people that we closely collaborate with, such as Łukasz, our Medievalist who makes sure that our game stays historically accurate and Aleksander, who is our talented composer. We also work with Michal (PR agency 32-33), who does our Marketing and Community work, and the awesome people at Pineapple Works, who help us with additional programming support and Q&A. So yeah, there’s quite a lot of people apart from us that are helping us out too. We form a pretty happy bunch together and we couldn’t have asked for a better crew!



Mittelalter Digital: How did you come to the idea to create a video game around medieval illuminations of bizarre animals? Is there something like a special interest for the medieval times?



Yaza Games: It all happened in the last months of our Game Design School course. For our last project, we had to create a prototype of a game and to be honest, we had no clue what type of game we should do! Then one day in class, our artist Dorota started showing us these crazy medieval drawings placed on the margins of manuscripts – around or below the main text. They were medieval marginalia. A miniature world that doesn’t operate by man’s laws. We saw snails eating knights, bunnies attacking dogs with swords – it was crazy! We’ve never seen anything like this before, and the more we looked at them, the more all of us got excited. Pretty much, that was the moment when we fell in love with medieval illuminations and marginalia. That was the moment when we knew what the game is going to look (and feel) like.



Mittelalter Digital: Could you give us a brief overview about ›Inkulinati‹?



Yaza Games: ›Inkulinati‹ is a turn-based strategy with medieval animals inspired by 700 years-old real-life medieval marginalia.



In Inkulinati, you will play the role of a Master of Living Ink, also known as the titular Inkulinati. They are a legendary group who battle one another on the pages of medieval manuscripts.



They fight by drawing beasts with the Living Ink. Thanks to this magical substance, those creatures come to life and an epic battle ensues.



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Illustration of real existing marginalia – the main inspiration of the makers of ›Inkulinati‹.



Players become masters of the Living Ink and lead their illustrated animal army on the pages of medieval books. They create their own bestiary, duel with medieval celebrities and go on wild quests, encounters and challenges. Through obscene actions, they write stories and become a legendary Master Inkulinati!



If you want to know more about ›Inkulinati‹, we made a 7-minutes documentary about them:





Mittelalter Digital: What aspect of the game are you working on at the moment? Maybe you can give us a little insight into your current working day?



Yaza Games: When we were working on our Kickstarter campaign, we were extremely busy on marketing-related tasks. Now that we hit our goal and it’s over, we are going back to working on the game itself. Our programmers are working on new units, level elements etc. For example – after we reached the Ships and High Seas stretch goal, Mariusz couldn’t help himself, and made two levels with Ships. He used original marginalia pieces, threw them in the game and now we have prototyped two boat-ish battlefields. We are also polishing up the AI, designing some new gameplay mechanics and we’re also constantly testing, reiterating, and slowly making our game better and better everyday..



Mittelalter Digital: As we can easily see, your miniatures are inspired by medieval handwritings, some are even adopted one-to-one. There are more and more blogs which are getting attention with the bizarre world of margins of manuscripts for example the French artist Simon de Thuilliers. It seems that theres something like a new trend. Did any of this blogs were an inspiration for your project? Or do you have other sources which inspire you?



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Different beast actions.



Yaza Games: We tried to reach the original source material – the digitized manuscript of old. Dorota is in charge of doing research, which usually begins through google, Discarding Images (marginalia-related profile on Facebook, Twitter and Instagram) and Pinterest. When she finds something interesting – she looks for a digitalized source and sees the original manuscript page by page.



Next – we consult our ideas, based on Dorota’s research with Łukasz Kozak – our medievalist – to get know our inspirations, meaning, and historical context. Sometimes ideas come out by accident – someone from the team might see marginalia-related memes on the internet and show them to the rest of us on Discord. It’s easy to see something marginalia-related when you follow people who are into medieval times.



Another source of information is our medieval consultant Lukasz, who is also the man behind the big social media profile Discarding Images. He always gives us great advice on the ideas that we have for certain units – do they fit the style and character, how they looked and were portrayed in medieval scripts, would ours fit the “lore”/medieval meme of those days. We also ask him for more general help too, such as the moment when we wanted to introduce a powerful unit, we asked him „What is the strongest and terrifying creature in marginalia?“. In response, Lukasz would come to us with references of potential candidates as well as giving us the historical background behind them. His knowledge is breathtaking, and an invaluable source. He makes sure that we keep it as close to the source material as possible and that we do not insult the work of all those illuminators from hundreds of years ago.



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In the game, the avatar draws the creatures himself in the book.



Mittelalter Digital: Unlike just making illustrations, you create a whole game which is based on a specific rule set. To what extent are the rules of your game linked to your setting? Did you try to represent some aspects of the whole medieval-manuscript-theme or real characters from that time in your rule set? Or is the style of the game not relevant to the rule system itself and just beautify it? For example there’s a character named Hildegard, is she inspired by the famous Hildegard of Bingen, and if so do you take more of her than just her name to develop your ingame character?



Yaza Games: We try to show in our game true medieval humor and beliefs about that world and period; ›Inkulinati‹ is not just about the visual style. Many of these drawings present beliefs and legends living in the imagination of medieval society and describe reality in a perverse and witty way. For example, rabbits back then were considered as pure, helpless, and passive creatures. Even Jesus was surrounded by them in medieval texts. Rabbits were portrayed as victims too (In the Medieval era a significant proportion of the French economy was based on eating and skinning rabbits). But when it came to marginalia, rabbits turned into pure machines of terror, killing knights and anything else they came across. Amused medieval artists show us a world where rabbits get their revenge. An upside-down world where the hunter becomes the hunted.



And Hildegard – she is inspired by the famous Hildegard of Bingen. As she was a nun, a religious reformer and a healer (and of course much more) we decided that we should have the ability to heal her units, and of course, she has to have a Cat Bishop in her army. We try to transform historical accurateness to characters‘ abilities in-game.



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Hildegard triumphs!



Mittelalter Digital: As a theologian, I couldn’t help myself to notice that cat priest. In most video games, religion has no real influence on what happens in the game. Is it similar with your one, or in what way does the world of faith of the Middle Ages play a role in your game?



Yaza Games: For us it’s not about faith, but about the historical context of marginalia, and lots of them were created based on religious (christian) beliefs – sometimes they were very different than they are today. As there were a lots of religious doodles – like bishops, prayers, bible apocalypse – it has to be the part of ›Inkulinati‹, as historical accuracy is one of our pillars. Since christianity was a part of the marginalia world, then we want to have „faith elements“ in the game too. In general – we try to use and include as many jokes we find in marginalia about middle ages as we can!



Speaking of bishops – bishops deal low damage at start, but when someone attacks a bishop, the attacker becomes a heretic. And bishops deal great damage when they attack a heretic, so the player should be aware when he or she decides to attack the bishops. This is just one example of the depth that we try to implement, so that there will be elements that make battles more complex.



Mittelalter Digital: Do you think that your game could be in some aspects interesting for the medievalists as well, have you perhaps even received requests from scientists or universities? Do you see any advantages in using your game for learning about the Middle Ages?



Yaza Games: We received many messages, e-mails, and comments from researchers, medieval enthusiasm, even museums and universities. Marginalia-lovers seem to be excited, offer help, and even stress some of our mistakes, but all in good faith! It’s exciting to know that these people are waiting for our game, especially that many of them are not players per-se, and Inkulinati could be the game that will change their opinion about what video games can be. The biggest advantage in using the game for learning about the Middle Ages is that lots of people can change their view on the video games industry.



Mittelalter Digital: Your kickstarter is obviously very successful. Did you expect this? Do your supporters give you feedback on what they particularly like or dislike?



Yaza Games: We hoped for it! We didn’t know what to expect, as there aren’t many games like ours to benchmark with. We got a lot of feedback and positive energy, with people mostly disliking to have to wait for the game!



Mittelalter Digital: Do you think about doing more games like ›Inkulinati‹, that use medieval material and transfer it for modern recipients?



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To do as much damage as possible with an attack, you have to stop the markers at the right moment.



Yaza Games: Hard to say at the moment – we want to finish ›Inkulinati‹ first, as we’re working on it for 3 years now. But for sure there is a tremendous satisfaction to work on the game that has a second, you could say, educational layer. And working with an expert like Lukasz means that we learn a lot during the process, not only about making video games, but also about things we would never learn if we were not making ›Inkulinati‹ – so maybe it’s a good direction for other games to take. I guess we will wait and see.



Mittelalter Digital: Dear Dorota, dear Wojtek, thank you very much for your answers!



The interview was conducted by Lukas Boch.