Wunderschönes Mittelalter: Dom und Dommuseum Hildesheim
Tobias Enseleit
Der romanische Dom St. Mariä Himmelfahrt im pittoresken Hildesheim zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des niedersächsischen Mittelalters. Nachdem 2015 umfangreiche Renovierungen abgeschlossen wurden, erstrahlt der Kirchenbau in neuem Glanz – und mit ihm die dort versammelten Kunstschätze von Weltrang.
Von diesen wird die komplett aus Bronze gegossene sog. Bernwardstür am Westeingang des Doms am bekanntesten sein. Die meterhohe Tür verdankt sich dem Mäzenatentum des gleichnamigen bedeutenden Bischofs (983–1022) und stellt zum Anfassen anschaulich Szenen aus der christlichen Heilsgeschichte dar.
Als Wahrzeichen der Anlage (und der gesamten Stadt) gilt der Tausendjährige Rosenstock, der eng verbunden ist mit der legendarischen Gründung des Vorläuferbaus durch Kaiser Ludwig den Frommen im 9. Jahrhundert und der insbesondere in seiner Blüte im Mai und Juni die mittelalterliche Architektur in ein Meer aus Rosa taucht.
Unbedingt besucht werden sollte auch das an den Dom angeschlossene Dommuseum, das seit dem Umbau durch eine gelungene und sehenswerte Mischung aus moderner und mittelalterlicher Architektur besticht. Wie auch der Dom beherbergt das Museum mittelalterliche Artefakte, die ihresgleichen suchen, wie etwa die berühmte Goldene Madonna oder das Kopfreliquiar des Heiligen Oswald von Northumbrien.
Der Hildesheimer Dom gehört nicht ohne Grund zum UNESCO Weltkulturerbe und ist ein Muss für jeden, der sich vertieft mit der Kultur und Kunst des Mittelalters beschäftigen möchte.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Dommuseums.