Mittelalter in Südtirol
Tobias Enseleit
Die Urlaubstage im Mittelalter verbringen? Wer nicht gerade eine Zeitmaschine im Keller stehen hat, muss nicht verzagen: Denn anstatt physikalisch aufwendig in den Jahrhunderten zurückzureisen, reicht – von Deutschland aus gesehen – auch eine Fahrt über die Alpen, um ins Mittelalter zu gelangen: in Südtirol. Dort trifft man zwar nicht auf echte Ritter, alte Könige oder anmutige Burgdamen, aber auf ein reiches kulturhistorisches Erbe, das sich bei Käseknödeln und Kaiserschmarrn erkunden und genießen lässt.
Auf jedem Berggipfel und jedem Hügel Burgen und Renaissanceschlösser, Klöster und Kirchen, deren Ausmalungen bis in die Karolingerzeit zurückreichen, endlose Wanderwege über Stock und Stein, malerische Städtchen, die zum Verweilen und zu Museumsbesuchen gleichermaßen einladen – in Südtirol ist für jeden etwas dabei (es sei denn, man möchte unbedingt ans Meer).
Wer unsere aktuelle Themenreihe ›Oswald von Wolkenstein‹ auf Instagram und Facebook verfolgt, hat gesehen, wie reich Südtirols kulturelles Erbe bereits ist, wenn man allein der Spur einer einzelnen Figur des Spätmittelters folgt. Ein einziger Urlaub in der Region reicht damit allerhöchstens für ein erstes Kennenlernen, das sich jedoch ganz individuell gestalten lässt, abhängig davon, ob man die schroffen Täler zwischen den Dolomiten im Osten, die lieblichen Regionen zwischen Bozen und Meran, den Vinschgau im Westen kennenlernen oder sich entlang der Alpinen Straße der Romanik bewegen möchte.
Und es wird noch besser: Denn Südtirol bietet nicht nur alte Steine und Gemäuer, sondern auch eine wunderschöne Landschaft, die in der Regel bis spät in den Herbst sommerlich angenehm ist, eine tolle Küche, die von der reichen Obstproduktion vor Ort profitiert, sowie ein vielfältiges Angebot für Wander- und Sportaktivitäten. Damit lässt sich das Erwandern und Erkunden von Burgen, Klöstern und mehr mit anderen äußerst angenehmen Dingen verbinden...
Das nächste Urlaubsziel steht damit fest, oder?