Call for Papers: ›Aggression, Autorität, Alltagspraktiken: Dimensionen historischer Männlichkeit(en) in Mittelalter und Früher Neuzeit‹
Vom 18. bis 19. März 2027 findet an der JGU Mainz der Workshop ›Aggression, Autorität, Alltagspraktiken: Dimensionen historischer Männlichkeit(en) in Mittelalter und Früher Neuzeit‹ statt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter nehmen bis zum 08. Mai 2026 Beitragsvorschläge für die Tagung entgegengenommen.
Die Frage der Männlichkeit und männlichen Ehre war im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit von zentraler Bedeutung für das Leben eines Mannes. Auch in der Forschung hat sich die Beschäftigung mit Männlichkeit(en) im Bereich der Geschlechtergeschichte bereits fest etabliert. In diesem Workshop haben Forschende die Möglichkeit, ihre aktuellen Projekte zum Thema Männlichkeit(en) in Mittelalter und Früher Neuzeit zu präsentieren und zu diskutieren. Er richtet sich vornehmlich an Forschende in frühen Karrierephasen (Promovierende, Postdocs). Personen außerhalb dieses Kreises sind dennoch ebenfalls eingeladen, dem Call for Papers zu folgen.
Inhaltlich soll sich der Workshop mit der Konstruktion, Wahrnehmung und Ausübung von Männlichkeit sowie den damit verbundenen Aspekten wie Ehre, Gewalt, Körperlichkeit und sozialer Rolle beschäftigen. Dabei soll der aktuelle Forschungsstand diskutiert und erweitert werden. Der Untersuchungsgegenstand soll aber keineswegs auf das biologische männliche Geschlecht beschränkt sein. Insbesondere der Vergleich mit Weiblichkeitskonstruktionen, soziale Konstellationen, in denen Frauen vermeintlich den gesellschaftlichen Erwartungen nicht entsprechen, oder Vorstellungen von Personen, die sich im queeren Spektrum bewegen, führen zu einem differenzierteren Blick auf Männlichkeit(en) und sind als Forschungsgegenstand herzlich willkommen.
Mögliche Themenvorschläge sind:
- Männlichkeit zwischen öffentlichem und privatem Raum
- Männlichkeitsdiskurse
- normative Männlichkeit
- konkurrierende Formen von Männlichkeit
- Männlichkeitsbilder bei Gruppen, die stereotypisch als nicht besonders männlich konnotiert gelten (Geistliche, Akademiker...)
- Zuschreibung von Männlichkeit in Frauenbeschreibungen
- Vermittlung von Männlichkeit durch Frauen? (Erziehung)
- Männlichkeit und Weiblichkeit – Koexistenz, Abgrenzung und gegenseitige Bedingtheit
- Männlichkeitskonzepte in mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur
- Darstellung „Vormoderner Männlichkeit“ in modernen Medien (Romane, Filme, Serien, Spiele, …)
Die genannten Aspekte sind selbstverständlich lediglich Vorschläge aus einem weiten Spektrum. Für die Tagung sind Themenvorschläge aus den historisch arbeitenden Disziplinen sowie interdisziplinäre Zugänge willkommen. Im Nachgang zum Workshop ist eine Publikation der Beiträge geplant. Die Reise- und Aufenthaltskosten werden von den Veranstaltern übernommen.
Interessierte senden bitte ein Vortragsabstract von maximal einer DIN-A4-Seite in deutscher oder englischer Sprache zusammen mit einem kurzen akademischen Lebenslauf bis zum 08. Mai 2026 an Simon Seber (seber@uni-mainz.de).
Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung findet ihr hier.