Mediävistisches Kolloquium: ›Intrige. Zur strategischen List, Lüge und Täuschung im Mittelalter‹
Jedes Jahr treffen sich fortgeschrittene Studierende, Promovierende, Habilitierende und Lehrende der germanistischen und geschichtswissenschaftlichen Mediävistik der Universitäten Bamberg, Bayreuth, Gießen, Chemnitz, Karlsruhe und Braunschweig zu einem thematischen Kolloquium. Dieses Jahr findet die Veranstaltung vom 5. bis 7. Dezember in Gießen statt.
Im Zentrum des Kolloquiums steht das kultur- und literaturgeschichtliche Phänomen der Intrige, das bereits in der Antike fassbar ist und zu Beginn der mittelalterlichen Kultur zum Grundbestandteil vormodernen Lebens und Erzählens gehört. Intrigantem Handeln ist ein spezifisch ästhetisches wie auch spielerisches Element inne:
Mit Akten der Simulation und Dissimulation wird absichtsvoll-intentional und als Aktion von innen heraus zum eigenen Vorteil agiert, woraus sich auch ein Zusammenhang von Subjektbildung und Intrigen-Fähigkeit ableiten lässt. Die historisch und literaturwissenschaftlich mediävistischen Beiträge nehmen sich den pluralen Erscheinungsformen der Intrige an und diskutieren Formen der strategischen List, Lüge und Täuschung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung findet ihr hier.