Sonderausstellung ›Ehebande – (Ohn-)Macht der Frauen?‹
Im Schloss Neuburg an der Donau wird vom 6. Dezember 2025 bis zum 1. März 2026 die Sonderausstellung ›Ehebande – (Ohn-)Macht der Frauen?‹ präsentiert, welche am historischen Ort die Geschichte der Zollernprinzessin Margarethe vorstellt, die nach dem Tod ihres zweiten Gatten ihr Schicksal selbst in die Hand nahm. Im Tausch für ihren inhaftierten Schwiegervater handelte sie sich eine gute Versorgung aus und heiratete schließlich eigenmächtig ihren Hofmeister.
Eine solche Ehe mit einem nicht ebenbürtigen Partner war für Töchter des Hochadels nicht vorgesehen und hatte massive Konsequenzen. Margarethe gelang immerhin, was anderen verwehrt blieb, denn ihre Nichte Barbara musste den Versuch einer nicht standesgemäßen Ehe bitter bezahlen – mit jahrelanger strenger Haft.
An das weitgehend unbekannte Thema morganatischer Ehen knüpfen sich auch allgemeine, erstaunlich aktuelle Fragen von weiblichen Rollenbildern und Schönheitsidealen. Die Ausstellung wurde im Rahmen des Projekts ›WIRKSAM – Frauennetzwerke im Spätmittelalter‹ kuriert und ist noch bis zum 1. März 2026 im Schloss Neuburg zu besuchen. Der Eintritt ist im Preis der Burgbesichtigung (6€ / 5€, Kinder frei) enthalten.
Im Rahmen der Sonderausstellung sind zudem beeindruckende Wappenbücher zu sehen. Unter den drei Leihgaben der Bayrischen Staatsbibliothek befindet sich das Scheibler’sche Wappenbuch, in dem mehr als 600 Familienwappen aus Deutschland und Österreich aus dem 15. und 17. Jahrhundert abgebildet sind.
Weitere Informationen zur Ausstellung findet ihr hier.