Mittelalterliche Naturenzyklopädien: Ausstellung und Lesung in Tübingen
Der Sonderforschungsbereich ›Andere Ästhetik‹ der Universität Tübingen und die Universitätsbibliothek Tübingen laden am 28. Januar 2026 zu einer Ausstellung zu mittelalterlichen Naturenzyklopädien ein. Dabei wird es einen kreativen Dialog mit der Dichterin Nasima Sophia Razizadeh geben.
Wie kommt die Natur ins Buch? Im Mittelalter blickten Gelehrte häufiger in Bücher als aus dem Fenster – und doch war die Natur ein zentraler Gegenstand ihres Denkens. Die Naturkunden des Mittelalters zeigen uns, wie Menschen aus dieser Zeit die Welt beschrieben und verstanden haben. Mit ihren reichen Darstellungen und Illustrationen begegnen sie uns als ästhetische Objekte. Gleichzeitig regen sie an zum Nachdenken über unser Verhältnis zur Natur und eine Naturwahrnehmung, die ausbeuterische und zerstörerische Umgangsweisen mit der Natur begünstigt.
Ausgestellt werden arabische, deutsche und lateinische naturkundliche Bücher des Mittelalters. Dazu wird in einen kreativen Dialog mit Gedichten der Lyrikerin Nasima Sophia Razizadeh getreten. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr in Historischen Lesesaal der Universitätsbibliothek Tübingen. Danach besteht die Möglichkeit zum Austausch.
Weitere Informationen zur Projektbereich ›B7: Natur/lehren. Ästhetische Strategien der Wissensvermittlung in transkultureller Perspektive‹ findet ihr hier, zur Veranstaltung und zur Ausstellung hier.