Der blinde Hausfreund
Unerhörtes Mittelalter
In der Geschichte, die wir in dieser Folge besprechen, geht es um einen reichen, blinden Musiker, der der Ehefrau seines Gastgebers nachstellt. Heute würde man vielleicht sagen, er sei ein Stalker. Die treue Ehefrau versucht alles, um sich den Nachstellungen zu entziehen, doch der Blinde ist hartnäckig.
Schließlich vertraut sie sich ihrem Ehemann an. Der ist empört über die Untreue seines Gastes und vereinbart mit seiner Frau, ihm eine Falle zu stellen, die dieser nicht durchschauen kann – weil er blind ist. Aber ist die dann vollzogene gewalttätige Rache fair? Diese und andere Fragen diskutieren wir mit unserem heutigen Gast: Prof. Dr. Sebastian Coxon vom University College London.
Literaturhinweise zur Folge:
- Sebastian Coxon: German Verse-Couplet Tales from the Thirteenth to the Fifteenth Century; aus: Klaus Ridder, Hans-Joachim Ziegeler (Hg.): Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts (DVN); [https://schwabe.ch/german-verse-couplet-tales-from-the-thirteenth-to-the-fifteenth-century-978-3-7574-0042-2#bibliographical-data].
- Sebastian Coxon: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages German Comic Tales C.1350-1525; 2008. [https://www.routledge.com/Laughter-and-Narrative-in-the-Later-Middle-Ages-German-Comic-Tales-C1350-1525/Coxon/p/book/9780367602802].
- Handschrift "Der blinde Hausfreund" [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht?tx_dlf%5Bid%5D=14347&tx_dlf%5Bpage%5D=371].
- Handschriftencensus (Überlieferung der Handschriften) [https://www.handschriftencensus.de/3683].
Credits:
- Hosts: Daniela Vukadin, Hans Levin
- Gast: Prof. Dr. Sebastian Coxon
- Erzähler: Prof. i. R. Dr. Harald Haferland
- Jingle: Karl Wenzel
- Schnitt: Max Asmus
Ein besonderer Dank gilt außerdem der Universität Potsdam für die Bereitstellung von Mitteln, technischer Unterstützung und vor allem unserem Tonstudio.
Dieser Podcast erschien das erste Mal auf der Webseite von Unerhörtes Mittelalter.