›Landpartie zu den Kreuzfahrern‹: Themenführungen in Mergentheim, Grünsfeldhausen und Gamburg
Die heutige Kulturregion Tauberfranken wurde im Hochmittelalter durch ein außerordentlich lebendiges Adelsnetzwerk verschiedener „Tauber-Herren“ nachhaltig geprägt. 1219 schenkten die drei Brüder Heinrich, Andreas und Friedrich von Hohenlohe nach ihrer Rückkehr vom Kreuzzug ihre Befestigung in Mergentheim dem neu gegründeten Deutschen Orden. Aus dieser Burg entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte das Residenzschloss, das für knapp 300 Jahre als Hauptsitz des Hoch- und Deutschmeisters des Deutschen Ordens diente.
1219 starb auch der Edelfreie Beringer von Gamburg, der in dem von ihm aufwändig errichteten Saalbau seiner Burg die einzigartigen „Barbarossa-Fresken“ als persönliche Erlebniserzählung seines Kreuzzugs mit dem Stauferkaiser anfertigen ließ. Sie gelten heute als älteste weltliche Wandmalereien nördlich der Alpen und die einzig erhaltenen Original-Ausmalungen eines Rittersaales überhaupt.
In Grünsfeldhausen errichtete um 1200 wiederum Beringers Vetter Sigebodo von Zimmern in Gedenken an seinen auf demselben Kreuzzug verstorbenen Vater die Achatiuskapelle, deren Oktogonform auf den Felsendom in Jerusalem verweist. Sie wurde später Vorbild für die Reihe der nachfolgend erbauten tauberfränkischen Oktogonkapellen.
In drei fachkundigen Themenführungen können die Geschichten und Verbindungen zwischen Mergentheim, Grünsfeldhausen und Gamburg zur Kreuzfahrerzeit erkundet werden.
TERMIN
27. September 2026
DAUER
10.30 Uhr: Sonderführung im Schloss Mergentheim „Mergentheim – Hauskommende der Hohenlohe“ anschließend Möglichkeit zum Mittagessen in der Stadt
14:00 Uhr: Sonderführung durch die Achatiuskapelle Grünsfeldhausen
15.30 Uhr: Sonderführung durch Burg und Burgpark Gamburg, anschließend Möglichkeit zu Kaffee und Kuchen im Burgcafé
Weitere Informationen zu den Preisen und Anmeldemöglichkeiten findet ihr hier.