Von der Burg zum Schloss: mit Christian Karl Frey
Wer wir sind und warum das nicht klappte
Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption für den Wehrbau.
Noch so eine Erfindung, die die Weltgeschichte veränderte. Eine der ersten Kanonen der Welt hieß „die faule Grete“. Aus Bronze gegossen, wog sie fünf Tonnen, wurde von 150 Pferden gezogen und verschoss einmal am Tag eine Steinkugel. Sie kam 1413 zum Einsatz als Friedrich von Hohenzollern die Mark Brandenburg unter seine Kontrolle brachte. 40 Jahre später schossen die Osmanen mit ihren Riesengeschützen Konstantinopel sturmreif.
Die althergebrachten Burgmauern hielten den Kanonenkugeln nicht mehr stand. Zusätzlich veränderte sich der Architekturgeschmack der Burgherren. Renaissancebauten verdrängten Felsenburgen. Die Albrechtsburg in Meißen, gebaut 1471, gilt als das erste Schloss in Deutschland.
Ich spreche mit Christian Karl Frey, dem Leiter des Europäischen Burgeninstitutes, über die Entwicklung von der Burg zum Schloss.
Der Podcast erschien das erste Mal auf der Webseite von Wer wir sind und warum das nicht klappte.