Das Dommuseum Hildesheim gehört mit dem Domschatz zum UNESCO Welterbe. Aus Dom und St. Michael besitzt das Museum Hauptwerke mittelalterlicher Kunst. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Domkirche und angebunden an den mittelalterlichen Kreuzgang mit dem 1.000-jährigen Rosenstock verbinden sich im Hildesheimer Dommuseum Geschichte und Gegenwart in außergewöhnlicher Weise.
Das Kulturhistorische Museum Rostock präsentiert ab 2. Februar 2025 die Sonderausstellung ›Eingeprägt. Wappen und Siegel aus Rostock und Mecklenburg‹. Sie bietet Einblicke in die Welt der Siegel, Stempel und Wappen und deren Bedeutung als Quellen der historischen Forschung. Einzigartige Erkenntnisse zur Geschichte der Region eröffnen sich dem Publikum. Präsentiert wird eine sorgfältig kuratierte Auswahl von Siegeln, Stempeln und Marken mit besonderem Bezug zu Rostock und Mecklenburg. Damit kann ein bedeutender landesgeschichtlicher Bestand erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Bereits seit Ostern lassen sich im Museum Schnütgen in Köln Informationen zu 100 spannenden Objekten der sehenswerten Dauerausstellung kinderleicht über das eigene Smartphone abrufen. Kurze Audios laden damit zum genauen Entdecken ein und geben Erläuterungen und Impulse, die zum Verständnis der mittelalterlichen Werke beitragen.
Blockbuster wie › Robin Hood ‹ (2018), langlebige Netflix-Serien wie › Vikings ‹ (2013-2020) oder Videospiel-Klassiker wie › Age of Empires ‹ (1997-2023) zeigen: Das „Mittelalter“ ist ein steter Verkaufsgarant der Unterhaltungsindustrie. Die als „dunkel“ verklärte Zeit scheint uns zu faszinieren, und längst prägen Fantasy-Bilder unser historisches Verständnis. Manches Mittelalter-Strategiespiel versucht sich in historischer Genauigkeit – wie jüngst ›Manor Lords‹ (erscheint 2023). In der Summe jedoch überwiegen die Klischees, und die Fiktion überschreibt die Wirklichkeit.
Ab dem 11. Juni 2022 widmet sich im Landesmuseum in Mainz in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum Köln in einer Sonderausstellung der Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter. Mainz und Köln waren bedeutende germanische Provinzhauptstädte, in deren Umfeld sich vom 3. bis zum Ende des 5. Jahrhunderts mit dem Niedergang der römischen Herrschaft, der Machtübernahme durch die Franken und das Erstarken des Christentums politische, religiöse und kulturelle Umbrüche abspielten, welche die Ausstellung beleuchtet. Die Ausstellung wird bis zum 29. Januar 2023 zu sehen sein.
Im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg werden aktuell gleich zwei Sonderausstellungen gezeigt. Die Ausstellung ›Glaubenskampf und Nächstenliebe: Geistliche Ritterorden in Duisburg und der Welt‹ thematisiert noch bis zum 27. März 2022 eine spannende Facette des Mittelalters: die Symbiose von Mönch und Ritter. In geistlichen Orden organisiert stellten diese Rittermönche bedeutende Akteure in den Kreuzzügen dar. Ihre eigentlichen Aufgaben waren allerdings karikative, welche bis heute von den verbliebenen Orden erfüllt werden.
Die Österreichische Galerie Belvedere in Wien präsentiert ihre Mittelaltersammlung als virtuelle Ausstellung. Eigentlich in den ehemaligen Stallungen von Prinz Eugen ausgestellt, können sich Kunst- und Mittelalterbegeisterte nun auch über das eigene Endgerät in den Räumlichkeiten umschauen – beinahe so, als seien sie vor Ort.